Kuvasz – Zucht „vom Drachenfels“

verantwortungsvolle Zucht zur Gesunderhaltung des Kuvasz

Archiv: Juni 2009

Unterdessen (29.3.2009) gehen wir nur noch einmal nachts in den Garten. Und dann wird geschlafen bis morgens um 7 Uhr.  -  Tagsüber macht sie ihre Geschäftchen im Garten, ist aber hemmungslos in der Lage, unmittelbar nach dem Betreten des Hauses, auch noch auf einen Teppich zu pinkeln. Aber sie muss ja auch eine Macke haben, sonst wäre unsere Hattyú ein „Wunderhündchen“.

Täglich hat sie ihre 3 Minuten. In dieser Zeit rast sie wie ein irres Huhn durchs Wohnzimmer, beißt und zerrt an allem, das ihr in die Quere kommt, wirft sich in die Bällchenkiste, schmeißt den großen Beissknochen in die Höhe und schüttelt ihr Hirsekissen fast so stark wie bei Frau Holle.

Und jetzt noch zum Preydummy. In der hundelosen Zeit habe ich von der Natural Dogmanship-Methode, die Jan Nijboer bekannt gemacht hat, gehört. Ich habe 4 Wochenendseminare besucht, um vom NEUEN DENKEN FUER MENSCHEN MIT HUND zu erfahren. Ich war hell begeistert von dieser Methode und auch überzeugt, dass ich diese (s/unten) bei unserem Kuvaszwelpen anwenden würde.
Neues Denken für Menschen mit Hund
Natural Dogmanship® ist eine von Jan Nijboer entwickelte ganzheitliche Philosophie zur artgerechten Erziehung von Hunden, bei der die Einfühlung in die Denkweise und Natur des Hundes wesentlich ist. Mit Natural Dogmanship® möchten wir Ihnen den Anstoß zu einer alternativen Sicht auf die Mensch-Hund-Beziehung geben.

Preydummys in verschiedenen Größen

Preydummys in verschiedenen Größen

Natural Dogmanship® fordert Respekt vor dem Hund und die Bereitschaft umzudenken.
Beziehung und Erziehung statt Training und Tricks – Unterordnung nur um der Unterordnung willen – das gibt es bei Natural Dogmanship® für das Familienmitglied Hund nicht. Unterordnung sollte für Hunde stets Sinn ergeben. Ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund ist nur möglich, wenn die Bedürfnisse beider befriedigt werden.
Natural Dogmanship® ist also keine Gebrauchsanweisung für Ihren Hund: Hier werden unerwünschte Verhaltensweisen nicht einfach “abgestellt”, sondern gemeinsam mit Ihnen die Ursachen für das Verhalten Ihres Hundes ergründet.
Ihr Hund – Lauftier und Schmusebär oder sozialer Beutegreifer?
Im Zuge der Entwicklung der menschlichen Kultur hat sich die Funktion des Hundes für uns massiv verändert: Der einstige Jagdgehilfe des Menschen ist heute in der Regel arbeitsloser Ersatzmensch und hat für uns nur noch eine vorwiegend sozial-emotionale Bedeutung. Als Kind-Ersatz, Geschwister-Ersatz, Partner-Ersatz, Freizeitgefährte oder auch Freizeitgerät ist der Hund Projektionsfläche menschlicher Bedürfnisse. Seine eigenen Bedürfnisse bleiben dabei oft auf der Strecke.

Spaziergang oder Revierkontrolle?
Viele Menschen halten Hunde für Lauftiere mit einem Bewegungs- und Schnupperbedürfnis. Und gehen deshalb mit ihnen spazieren. Doch welche Ziele verfolgen Mensch und Hund eigentlich beim Spaziergang? Mit Natural Dogmanship® lernen Sie, Ihren Hund wieder als das zu sehen, was er wirklich ist: ein sozialer Beutegreifer – mit einem sozialen Rudelinstinkt, um effektiver gemeinsam mit Rudelmitgliedern zu jagen, das Territorium zu verteidigen und Welpen groß zu ziehen

Durch die gemeinsame Jagd lernt Ihr Hund, was im Leben wichtig ist und auch noch Spaß macht: Auf Sie zu achten und Ihnen zu folgen – körperlich und geistig! Die Beute: der Preydummy® (mit Futter gefüllter Leinenbeutel), den Ihr Hund apportieren darf, bevor Sie ihn daraus füttern.

Das Fressen, Erziehen und Spielen geht über den Jagdtrieb. Der Hund wird geistig gefordert und dies strengt ihn an und macht ihn müde. Es gibt keine langweiligen und monotonen Spaziergänge mehr, sondern nur noch solche, die sowohl dem Menschen als auch dem Hund Spaß machen und Befriedigung bringen.

Wie gesagt, hat Hattyú den Preydummy schon auf der Heimreise kennen gelernt. Sie hatte begriffen, dass aus dem Beutel ihre leckeren Fresskügelchen kommen. Bereits am ersten Abend, habe ich ihr die restliche Tagesportion in zwei Beutelchen verteilt. Dann habe ich ein bisschen gespielt mit dem Beutel. Sie versuchte diesen zu erhaschen. Als es dem Welpen gelang, das Beutelchen zu fangen, nahm ich es, öffnete es, fraß zuerst selber davon (nein, nicht echt; ich tat nur so als ob) und das Erstaunliche war, dass sich Hattyú sofort brav hinsetzte, meinem Fressen (nur etwa 2 Sekunden) geduldig zusah, bis auch sie ihre Portion kriegte. Das erste Beutelchen war leer. Also nahm ich den zweiten Preydummy zur Hand, warf diesen schleifend auf dem Wohnzimmerboden etwa 3 Meter weit (nicht in der Luft, denn die Beute kommt auch nicht geflogen, die muss erjagt werden). Hattyú rannte sofort zur Beute und beschnupperte diese. In der Zeit war auch ich hinzugekommen, nahm die Beute vom Boden auf, öffnete den Preydummy und fraß daraus. Ich staunte echt, als sich mein weißer Schwan wieder brav hinsetzte und auf das Futter wartete. Ich wiederholte dieses Vorgehen auch bei den restlichen beiden Fütterungen, allerdings immer an einem anderen Ort. Dies war am 2. Tag, also am 25. März 2009.

Am 26. März, d.h. am dritten Tag, bin ich beim morgendlichen Füttern fast Kopf gestanden, denn Hattyú brachte (apportierte) mir den Beutel. Als sie am Nachmittag den Preydummy wieder apportierte, wusste ich genau, dass sie den Sinn und Zweck verstanden hatte. Ihr war bewusst geworden, dass sie ohne mich, den Fürsorgegaranten, nicht zum Fressen kam (also doch ein kleines Wunderhündchen!!!).
Am 27. März jagten wir erstmals auf dem Rasen. Wau, war das ein Fest für Hattyú und auch für mich.
Spazieren waren wir noch nie. Der Welpe soll vorerst 100%ige Sicherheit im Haus und im Garten gewinnen. Erst dann werden wir im Freien jagen. Dann darf sie das Beutelchen nach Hause tragen, wo gefressen wird.

Die 1. Welpenstunde haben wir am Samstag, 28. März, besucht. Hattyú war sehr vorsichtig. Sie hat das ganze Geschehen erst mal beaugapfelt. Dazu lief sie den ganzen Welpenplatz ab. Bei der Abrufübung hat natürlich Hattyú brilliert, denn sie raste geradewegs auf mich zu, aber kein Wunder, denn ich zeigte ihr den Beutel vor dem Entfernen. Ich war riesig stolz auf unser cleveres Hündchen.

Endlich dürfen wir wieder einen Kuvasz unser Eigen nennen. Hattyú (= Schwan) ist unser 4. Kuvasz.

Am 24. März 2009 haben wir den Ort der Geburtsstätte unseres Kuvaszmädchens verlassen, uns von Hilde Meyer und allen Kuvaszok verabschiedet und die 540km Heimreise in die Schweiz unter die Räder genommen. 3-mal haben wir die Autobahn verlassen und sind auf Nebenwege gefahren, um uns die Beine zu vertreten, mit Hattyú zu spielen, ihr ein bisschen Futter aus dem Preydummy (Erklärung folgt später) sowie etwas Drachenfels-Wasser zu geben und ihr Zeit zu lassen, ihr „Geschäftchen“ zu erledigen. Die Fahrt verlief tadellos: nie ein Mucksen, nur Schmusen und Schlafen waren angesagt!

Um 17 Uhr erreichten wir Hattyú’s neues Zuhause. Sie inspizierte zuallererst ihre Liege im Wohnzimmer, legte sich darin gemütlich nieder und fiel bald in einen tiefen Schlaf. Abends gesellte sie sich zu uns in den Fernsehteil des Wohnzimmers, wo wir für sie ein mit Schaffell überzogenes Trampolin bereitgestellt hatten. Sehr schnell hatte Hattyú begriffen, dass ihr Platz weder auf den Fernsehstühlen noch auf den Sofas war. Ich legte mich kurz auf ihr Trampolin, kuschelte mit ihr darauf und schon hatte sie ihre Liege akzeptiert. Seither herrschen von allen Seiten ganz klare Verhältnisse. Hattyú hat ihre Liegen, die sie aber mit Vorliebe mit uns teilt, wenn es ums Schmusen und Kuscheln geht. Bekommt sie ein Spezial-Leckerli, so marschiert sie zielbewusst in ihre Liege, um es dort zu vertilgen, und das von der 1. Minute an.

Die Treppenhäuser hat Walter mit Sperrholztüren abgesperrt, denn Treppenruntersteigen ist für unseren „Schwan“ in den kommenden Wochen absolut tabu.

Zwischen unseren Betten im Schlafzimmer stellten wir einen Holzlaufstall (noch von unseren Kindern) auf, ausgestattet mit weichen Decken und einem nach den Drachenfelser Kuvaszok duftenden Fell, das wir von der Züchterin geschenkt bekamen. Hattyú plumpste regelrecht auf das Fell und schlief sofort selig ein. Um 2 Uhr ging ich mit der Kleinen nach draußen. Sie pinkelte und schlief dann ohne Probleme wieder ein. Um 6 Uhr führte ich Hattyú nochmals ins Freie. Wiederum pinkelte sie, ja, sie hinterließ sogar ein Würstchen. Dann schlief sie wieder ein. Wir hörten nie einen Piep von ihr.

Gyöngyi-Bizsu vom Drachenfels,

gew.: 14.5.2007;  HD-A, OCD-frei, ED-frei, PL-frei, g-PRA-Trägerin

1. Körung am 22.3.2009 ohne Auflagen

Észbontó Lány Barany, Mutter des G- und H- Wurfes “vom Drachenfels”,

 gew.: 20.06.2004, HD-A, PRA-frei, OCD-frei, ED-frei, PL-frei,

1. Körung am 01.10.2006 ohne Auflagen; 2. Körung am 22.10.2008, ohne Auflagen bis zum Ende des Zuchtalters

Hilde, 29.06.2009, 23:28 | Abgelegt unter: 03 Barany *20.6.2004 | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

1993 wurde meine Zuchtstätte vom Klub für Ungarische Hirtenhunde genehmigt.

In den vergangenen 15 Jahren kamen 8 Würfe zur Welt.  Die Einhaltung der strengen Vorschriften in der Zuchtordnung unseres Klubs liegt mir besonders am Herzen, denn sie tragen wesentlich dazu bei, die stabile Grundgesundheit des Kuvasz zu erhalten.

Wesensfeste, gesunde und typvolle Hunde zu züchten ist mein oberster Grundsatz.

Zur Zeit leben 6 Kuvaszok in meinem Rudel. Sie können sich überall im Haus und Gelände frei bewegen und ihrer Natur entsprechend bewachen. Zwingerhaltung lehne ich entschieden ab.

Die Welpen werden im Haus geboren und rum um die Uhr von allen Familienmitgliedern betreut.  Ab der vierten Lebenswoche vergrößern die Welpen ihren Aktionsradius und ziehen in das Welpenzimmer um. Von hier aus können sie direkt nach draußen in den kleinen Auslauf und lernen schnell, sich draußen zu lösen. Dem steigenden Bewegungs- und Entdeckungsdrang wird ein zweiter, großer Auslauf gerecht. Er wird mit den unterschiedlichsten Materialien und Gegenständen zum Abenteuerspielplatz  eingerichtet -so wird die geistige und körperliche Entwicklung optimal gefördert. (siehe dazu auch die ausführlichen Bild-Berichte unter Würfe: G-Wurf; H-Wurf)

Besonderen Wert lege ich auf die bestmögliche Prägung meiner Welpen. Lärmende, agile, lachende Kinder, knatternde Motorräder mit schwarzen,vermummten Gestalten, Rasenmäher, Staubsauger, im Wind flatternde Plastikfolien, außergewöhnliche Geräusche von einer CD (um nur einige zu nennen) werden für meine Welpen so zu einer Selbstverständlichkeit.

Der zweite Schwerpunkt meiner Zucht liegt in der frühzeitigen Erziehung der Welpen zu sozialem Verhalten anderen Hunden gegenüber. Nicht nur die eigene Mutter, sondern auch die anderen Alttiere des Rudels -soweit es deren Gesundheit zuläßt- bringen ihnen Respekt und die Einhaltung der Individualdistanz bei.

Ab der sechsten Lebenswoche erfolgt die Konditionierung auf die Hundepfeife.  Die neuen Besitzer, die nach der Übernahme weiter mit der Pfeiffe arbeiten, haben schon sehr bald einen Hund, der das Kommando “Komm” recht zuverläßig befolgt.

Nun freue ich mich auf engagierte Interessenten, die das Heranwachsen der Welpen von Beginn an miterleben und begleiten möchten.

In Rumänien und der Slowakei werden Kuvaszok wieder zum Schutz der Herden eingesetzt.

Bilder und ausführliche Infos gibt es unter:

http://www.kuvaszokesnagyragadozok.hu/de/

Hilde, 29.06.2009, 02:22 | Abgelegt unter: 7 Allgemeines | RSS 2.0 | TB | Tags:  | Keine Kommentare

Viharsarki Betyárüzö Effendi;  gew.: 7.1.2009; Met.Ku.:8295/09; g-PRA frei;

Vater:      Jászszépe Galád;  Met.Ku.: 7687/06; HD-A; g-PRA-Träger

Gacsaj-Pesta Hadúr; Met.Ku.: 6865/02,   HD?     Jászszépe Bori; Met.Ku.: 6485/01; HD-A

Mutter:   Edelény Kerti Selymes; Met.Ku.: 6881/02; HD-B; G-PRA-frei

Edelény Kerti Nimrod; Met.Ku.: 6278/01; HD-A; ED-frei: g-PRA-frei

Ikvaparti-Bengó Kedves; Met.Ku.: 5458/98;

Sonntags fahren wir nach Köln in die Hundeschule: “Entdeckungen mit dem Hund” zu Petra Voss-Briegleb.

Hier wird nach dem “Natural Dogmanship“-Programm gearbeitet.

János hat viel Spaß beim  Suchen und Apportieren des Futterbeutelchens.

Mit Übungen wie Schubkarrenfahren oder Tunnelspielen wird u.a. das Vertrauen zwischen Hund und Frauchen gestärkt.

János entwickelt sich prächtig.  Interessiert und gelassen begegnet er neuen Erfahrungen. Er genießt das Spiel mit seiner Leonberger Freundin Jade, die gut 4 Wochen älter ist. Im Spiel mit Gyöngyi und Barany geht es oft hoch her.

Hilde, 28.06.2009, 20:35 | Abgelegt unter: 01 Bilder und Geschichten, 05 János *7.1.2009, 2. meine Hunde / Tenyészállataink | RSS 2.0 | TB | Kommentare geschlossen

Unter Baranys Aufsicht wird das Gelände erkundet. Als “Ersatzmama” fordert sie sofort Respekt ein.

Futtersuchspiele in der Bällchenkiste machen den beiden genauso viel Spaß wie den drei H´s aus Baranys eigenem Wurf.

Hilde, 28.06.2009, 19:38 | Abgelegt unter: 01 Bilder und Geschichten, 05 János *7.1.2009, 2. meine Hunde / Tenyészállataink | RSS 2.0 | TB | Kommentare geschlossen
Kuvasz – Zucht „vom Drachenfels“ läuft unter Wordpress 2.9.1
Anpassung und Design: Gabis WordPress-Templates