Kuvasz – Zucht „vom Drachenfels“

verantwortungsvolle Zucht zur Gesunderhaltung des Kuvasz

April 2009, Tagebuch von Hattyú-Bárány, Schweiz

UND AB JETZT SCHREIBE ICH „HATTYÚ-BÁRÁNY VOM DRACHENFELS“ SELBER, DENN MEIN FRAUCHEN, GENANNT „ASI“, SIEHT DIE DINGE NICHT IMMER WIE ICH.

Nachdem ich mich vom Züricher Ausflug gestärkt und noch eine Runde geschlafen hatte, bekam ich Besuch vom Hundegotti „Maya“. Ich habe sogar zwei Patinnen. Das andere Hundegotti heisst „Heidi“. Es war wunderschönes Wetter, … … sodass wir uns alle draussen aufhalten konnten. Die „Maya“ hat sich mit mir auf die Balance gesetzt, das hat Spass gemacht. Dann war Essenszeit. Und das ist sehr interessant. „Asi“ fällt immer wieder was Lustiges ein, wie ich meinen mit Fressen gefüllten Preydummy suchen und bringen darf. Dass ich schon zuverlässig apportieren kann, wollte bisher niemand so richtig glauben. Endlich hat „Maya“ meine Superleistung im Bild fest­gehalten. Somit ist der Beweis erbracht.

4. April: Der heutige Tag war sogar für mich etwas stressig. Ich habe nämlich Mist gebaut. Klar, mein Garten ist riesengross, aber weshalb Walter davon einen kleinen Teil mit einem Maschenzaun abgesperrt hat, habe ich ohnehin nicht begriffen und wollte Abhilfe schaffen. „Asi“ war 2 Meter von dieser Absperrung entfernt mit Garten­arbeit beschäftigt. Ich zwängte den Kopf durch den Zaun, dann den Vorderfuss, und als „Asi“ zu mir rannte, reichte es exakt noch, um ein Hinterbein ins Netz zu stecken und mich abzudrehen. Dann hat es wahnsinnig weh getan am Hinterbein und ich habe geschrieen und gezappelt wie am Spiess. „Asi“ hat mich befreit. Den ganzen Nachmittag waren „Walter“ und „Asi“ damit beschäftigt einen hundesicheren Zaun (1.40 hoch, Draht, engmaschig) zu montieren. Während meine beiden Fürsorge­garanten im Garten beschäftigt waren, habe ich ein 5dl-Glas vom Tisch geholt. Das hat auf dem Plattenboden echt Lärm gemacht. Alsdann schlief ich mal eine Runde. „Asi“ meinte später, dass ich Glück gehabt hätte, Scherbenstücke über Scherben­stücke und keinen einzigen Kratzer!

5. April: Ab ging es zur Welpenspielstunde in Zürich. Sobald ich mich zu weit ent­fernte, hat „Asi“ mich zu ihr gerufen und ich bin zweimal wie der Blitz zu ihr gerannt zum Erstaunen der Leiterin. Das dritte Mal hat sie wieder gestaunt, da bin ich halt nicht zu „Asi“ gerannt, sondern habe mich taub gestellt und weiter den Platz be­schnuppert. Auf dem nächsten Platz bin ich abgehauen mit 4 meiner Welpen­kumpels zu einer anderen Gruppe. Super!!

Am Nachmittag hat „Asi“ mit einer Schnur und 50 Meter Plastikband gebastelt. Ich ging schlafen. Als ich wieder im Garten auftauchte, sah ich bei einem Durchgang die farbigen Bänder. Das sah lustig aus, ich spazierte ein paar Mal von vorne nach hinten und von hinten nach vorne. Die Bänder machen so ein lustiges Geräusch. Statt dass sich „Asi“ freute, weil mich die Bänder nicht beeindruckten, meinte sie nur: 2 Stunden Arbeit für die Katz! Wau, wau!

6. April: „Asi“ hat wieder was Neues ausprobiert. Sie stellte mir ein rundes Holzbrett auf den Boden mit 9 Einsteckhölzchen. Das Brett roch wahnsinnig fein nach Gutis. Zuerst schaute ich mir das Holz mal an, versuchte mit der Pfote, die Hölzchen weg­zuschieben, schaute „Asi“ an, welche keine Miene verzog. Ich versuchte es mit meinen Zähnen, biss ins Hölzchen, hob es hoch, liess es neben dem Brett fallen und das zum Vorschein gekommene Guti hatte ich redlich verdient. Als ich beim 9. und letzten Hölzchen angelangt war, verstand ich mein Handwerk schon wie ein Profi.

7. April: Heute durfte ich mit „Walter“ und „Asi“ zum ersten Mal in einen Hundeladen mitgehen. Ich habe alles ein bisschen beschnuppert. Die Verkäuferin hat mir feine Sachen gegeben. Fragte doch die meine „Asi“, ob ich denn schon SITZ machen könnte. Als ich mich bei dem Wort hinsetzte, hat die andere ihr Maul fast nicht mehr zugebracht.

„Walter“ und „Asi“ haben mir 2 supertolle Tunnels in den Garten gestellt. Eines ist 4 Meter lang und macht einen Bogen, sodass es richtig lässig ist, hin und her zu springen. Das andere soll irgendwann als Überraschung aufgestellt werden. Bin ja gespannt.

„Asi“ hat einen Flybee mit Futter gefüllt. Der fliegt weit durch die Luft. Ich hole ihn und bringe diesen „Asi“. Dann bekomme ich Gutis vom Flybee. Das haben wir ein paar Mal gespielt.

Allgemein: Wenn es an der Haustüre läutet, interessiert mich das überhaupt nicht mehr. Alle unsere Besucher (und das sind viele) beachten mich überhaupt nicht beim Reinkommen ins Haus. Also beachte ich die Leute eben auch nicht. Irgend­wann hocken sie sich dann zu mir aufs Bett und dann gibt es ganz viele Streichel­einheiten. Wenn sie dann das Haus verlassen, bleibe ich liegen, wo ich bin oder gehe in den Garten. Die Besucher an die Haustüre begleiten, fällt mir schon gar nicht ein, weil die sich nicht mal bei mir verabschieden.

Kommentar: Es ist kaum zu glauben, wie rasch ein 11 Wochen alter Welpe versteht, dass nicht er das Sagen hat sondern sein „Chef“, und dass das zur Türe gehen überhaupt nichts bringt, ja sogar stinklangweilig ist. Dank den einsichtigen und ver­ständnisvollen Besuchern [Hund nicht anschauen, nicht streicheln, nichts sagen, einfach ignorieren] benimmt sich Hattyú bei der Begrüssung und Verabschiedung genau so, wie ich es mir gewünscht bzw. erträumt habe. Leiden tun einzig und allein die Besucher. Aber da müssen alle durch!

Wundern tue ich mich, dass Hattyú noch nie ein Stuhl- oder Tischbein angebissen oder Schuhe geklaut bzw. verbissen hat. Klar, sie hat viele Alternativen (Stecken im Garten, Cheminéeholz, Bälle, verschiedene Kauknochen, die ich ihr abwechselnd gebe etc.). Es liegt auch nie mehr als ein Knochen herum. Spielzeuge gibt es nur zum Spielen, und zwar nur eines aufs Mal und immer wieder etwas anderes. Nachher verschwindet das interessante Ding im Spielzeugsack, den ich verwalte.

Was Hattyú absolut nicht begreifen will, sind die Seelein und die Häufchen, die sie immer noch hemmungslos auf den Teppichen hinterlässt. Sie pinkelt brav auf den Rasen, kann aber 2 Minuten nachher ins Haus gehen, um noch irgendwo einen Teppich zu nässen.

Kommentar der Züchterin: Na Gott Sei Dank hat sie wenigstens diese eine Macke, sonst wäre mir dieser Hund ja geradezu unheimlich. Im Übrigen ist diese Pinkelfreude auch bei all meinen eigenen Kuvaszok in diesem Alter vorhanden. Aber auch das legt sich wieder, wenn man es ignoriert.

8. April: Da „Asi“ nicht will, dass ich längere Zeit allein bleibe, sie in Zürich einen Arzttermin hatte und „Walter“ das Pferd “Indio“ füttern und den Stall ausmisten musste, kam mein Hundegotti „Heidi“ mit „Marius“ zu Besuch. Ich habe mich an­ständig aufgeführt und bekam ganz viele Streicheleinheiten.

9. April: Heute besuchten wir die lässige Tierarztpraxis. Mein Gewicht ist 10,700kg. Als ich mich am 24. März von meinem Hundemami, Schwester, Tanten, Onkel und natürlich von der Züchterin Hilde Meyer verabschiedete, legte ich genau 9,000kg auf die Waage. Die Tierärztin war sehr zufrieden mit meinem Gewicht, ein bisschen Fettreserve sei vorhanden, was vollkommen genüge. Die hat mit mir zuerst am Boden gespielt und dann auf dem Tisch, hat mir ein paar Gutis gegeben, mich überall abgetastet und geimpft. Da gehe ich gerne wieder hin.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 3. Juli 2009 und wurde abgelegt unter "1.Würfe/Kölykök, H-Wurf vom 18.01.2009". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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