| Die Rasse |
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Geschichte
Wahrscheinlich schon zur Zeit der Völkerwanderung (um etwa 375 vor Ch.) war der
Kuvasz (sprich: Kuwaß) Begleiter der Magyaren, die großwüchsige, mutige, nicht
zu erschreckende Hirtenhunde brauchten, um ihre Herden vor wilden Tieren und
Dieben zu schützen.
Unter der Regentschaft König Matthias` (1458-1490) wurde der Kuvasz bei Hofe
auch zur Jagd verwendet und manchmal überreichten die Ungarn selbstgezogene
Tiere als Geschenk an die Königshöfe von Neapel und München.
Seine Arbeit als Beschützer der Herden setzt einen kräftigen Knochenbau,
stählerne Muskulatur und gute Witterung voraus. Er war zäh und anspruchslos und
konnte sowohl die eisigen Wintermonate als auch die heißen Sommertag gut
ertragen.
Als im 19.Jahrhundert der Ackerbau intensiver betrieben und die Sümpfe
trockengelegt wurden, entwickelte sich anstelle des Hirtenwesens die kultivierte
Viehzucht. Der Kuvasz verlor dadurch auf seinem ursprünglichen Arbeitsgebiet an
Bedeutung, er zog als Wachhund in die Gehöfte ein. Die großen wehrhaften weißen
Hunde begleiteten die Viehzüchter auch auf die tagelangen Märsche zu den
Viehmärkten –nicht selten auch über die Landesgrenzen hinaus. (Bild Eljoscha
Drago)